Ute bloggt: Steppmantel im Doppelpack

Heute darf ich Euch gleich zwei Mäntel vorstellen, die sich auf den ersten Blick kaum unterscheiden.

Und das geht so:

Es war ausreichend Stoff vorhanden und ich konnte mich einfach nicht entscheiden, ob ich einen Mantel mit normalem Futter für die Übergangszeit oder einen Mantel mit warmen Innen-leben für die wirklich kalten Tage nähe. Schließlich wollte ich diese schöne Farbe so oft wie möglich ausführen, als Kontrast Programm zu den vielen schwarzen Steppmänteln und-Jacken, die die Straßen üblicherweise bevölkern.

Irgendwann beendete mein Mann dann dieses Hin und Her und schlug vor, doch einfach beide Varianten zu nähen.

Gesagt, getan!

Jetzt hängen also zwei „gleiche Mäntel“ an unserer Garderobe und werden je nach Temperatur und Winterlage gewählt.

 

Aktuell ist der gefütterte Mantel für die kalten Wintertage mehr im Einsatz, denn in Bayern ist es jetzt, Ende Februar, nochmal richtig schattig geworden. Und wenn der berühmte Föhn (gemeint hier ist die Wetterlage, nicht der Geisteszustand) einmal wieder plötzlich Mittelmeer Temperaturen über die Alpen trägt, dann muss ich auf die schöne Optik des Mantels nicht verzichten, und vor allem nicht leiden wegen zu hoher „Innentemperaturen“ (Klingelt was ?). Was für ein Luxus!

Unterschieden werden können die beiden Prachtstücke auf den ersten Blick nur an ihren Verschlüssen.

Die etwas „kühlere“ (also die ungefütterte) Variante hat echte Perlmuttknöpfe abbekommen (mit Knopfloch)

Bei der ultrawarmen Version dagegen kommen sehr unauffällige überzogene Druckknöpfe zum Einsatz.

Diese sind bis weit nach unten angenäht, um bei längerem Aufenthalt im Freien (Glühweinstände!) den Mantel bis weit unterhalb der Knie geschlossen halten zu können. Das Futter besteht übrigens aus einem dichten, handelsüblichen Vliesmaterial.

Bei der Verarbeitung dachte ich zunächst, dass das mit den Maschinenknopflöchern nochmal spannend werden könnte. Es ist ja so, dass diese erst gearbeitet werden, wenn der Mantel komplett fertig ist. Da kommt dann schon ein gewisser Respekt auf, denn wie ärgerlich wäre es, auf der Zielgeraden einen Patzer zumachen. Aber auf die Janome ist einfach Verlass. Natürlich fertige ich grundsätzlich immer auf einem Stoffrest ein Probeknopfloch an. Aber das eigentliche Risiko ist inzwischen eher die richtige Wahl des Fadens, also ob die Farbe genau passt und nicht mehr ob die Knopflöcher perfekt geraten.

Das Nähen hat insgesamt sehr viel Freude bereitet. Mit der Janome Memory Craft 6700 P war es das reinste Vergnügen. Egal ob es vierlagig mit je zwei Mal Stepp und zwei Mal Vlies war, oder nur zwei Lagen Futterstoff, die Maschine hat einfach immer denselben perfekten Stich produziert.

Besonders erwähnen möchte ich den hervorragenden Stofftransport dieser Maschine. Es ist sehr beeindruckend, wie Steppmaterial und Vlies, unabhängig welche Seite gerade oben lag, immer völlig exakt transportiert wurde. Die ganze Wahrheit kommt bekanntlich am Ende der Naht ans Licht, vor allem wenn es längere Strecken waren. Es hat immer auf den Millimeter genau gepasst.

Wenn Ihr  neugierig seid auf die Nähergebnisse der Janome Memory Craft 6700 P, dann seht Euch die Bilder ganz genau an, sie halten aus meiner Sicht jeder Vergrößerung stand.

So, das war‘s wieder für heute. Mal sehen, was als nächstes kommt.

Reizen würde mich jetzt ein Kontrastprogramm, also zum Beispiel ein Kleid aus einem fliesenden Seidensatin….

Herzliche Grüße

 

Eure Ute

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