Ute bloggt: Dekormuster in Neon – Kleine Spielerei mit großer Wirkung

Heute kommt das erste Ergebnis mit Dekorstichen in neonfarbenem Stickgarn.

Also zunächst sollte es eine klassische sportliche Bluse aus Leinen für die heißen Tage werden. Leinen als Material ist dafür herrlich, wir alle kennen das Gefühl, als würde es die Haut sogar kühlen.

Zugegeben, diese Bluse lag schon etwas länger halb angefangen neben diversen anderen Projekten und wurde immer wieder hin-und hergeschoben. Denn entweder war ich in den letzten Wochen von den Stickereien an den Jeans Jacken abgelenkt oder mit dem Bänderrock beschäftigt.

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Jetzt gab es aber keine Ausreden mehr. Die anderen Vorhaben waren fertiggestellt und es wurde ja auch noch einmal richtig sommerlich bei uns in Deutschland.

Außerdem war zwischenzeitlich die zweite Janome Maschine (9400) gekommen und ich war neugierig auf deren Ergebnisse. Was lag also näher, als mit verschiedenen Dekorstichen zu experimentieren.

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Die Neongarne hatte ich auch schon eine Weile, ohne dass ich zunächst recht wusste, was damit anzufangen wäre. Aber plötzlich setzte aus einer Mischung von Mut, Fantasie und Kreativität sozusagen der WARP-Antrieb für dieses Projekt ein.

Neben den vier kleinen Fältchen auf der Vorderseite der Bluse fiel rasch die Entscheidung für den Dekorstich D 71, an jeder Seite direkt neben der Knopfleiste.

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Sofort war klar, dass dieses Muster gespiegelt werden muss, um die Gesamtoptik (Symmetrie) stimmig zu gestalten. Dieses Spiegeln ging über eine Taste der 9400 so genial einfach, dass die Gebrauchsanleitung dafür nicht aktiviert werden musste.

Es gab jedoch eine große Schwierigkeit für mich:

Um das für mich inzwischen eherne Prinzip „Weniger ist Mehr“ einzuhalten, musste ich überirdische Widerstandskräfte aktivieren. Denn die Maschine bietet so verführerisch viele Möglichkeiten, dass einem ausschweifenden Spielen besonders schwer zu widerstehen ist. Also wirklich nur eine dekorative Naht auf jeder Seite?

Das wollte ich zunächst einfach nicht wahr haben. Aber mein Mann riet mir entschieden davon ab. Bei „Zuviel“ würde dieser ganz besondere Neon-Effekt infolge der dann ausgelösten optischen Überfrachtung völlig verloren gehen.

Heute bin ich mit dem Ergebnis ganz zufrieden. Und „Weniger ist Mehr“ stimmt mal wieder.

Eine kleine Spielerei habe ich mir aber bei den Knöpfen erlaubt: für die beiden Knöpfe am Ärmel fand aus den angebotenen Dekorstichen Muster Nr. 41 Anwendung, hier habe ich das Muster nur ein einziges Mal gestickt, es sieht jetzt aus wie ein kleines Schleifchen. Mein Mann hat das bis jetzt noch gar nicht gemerkt…

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Auch das geht übrigens ganz einfach und ist mit vielen der vorhandenen Dekorstichen möglich.

So kann man übrigens ganze Bordüren selbst entwickeln. Aber das wäre jetzt schon wieder ein anderes Projek

Also: Neongarne in Stickerein sind unglaubliche Hingucker, aber ich empfehle: nicht übertreiben meine Damen!

Herzliche Grüße und bis zum nächsten Mal
Eure Ute

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